Der schonende Umgang mit Ressourcen und die soziale Verträglichkeit spielen auch im Bank- und Versicherungswesen eine immer größere Rolle. Ein neuer Wettbewerb für nachhaltige Finanzprodukte trägt dieser Entwicklung Rechnung.
Interesse an Nachhaltigkeit wächst
Der Sustainable Award in Finance zeichnet nachhaltige Investmentprodukte, Spar- und Finanzierungsprodukte sowie Versicherungen aus.
Nachhaltigkeit bleibt glücklicherweise auch in Zeiten von Corona ein wichtiges Thema für die Verbraucher. Immer mehr Kunden legen Wert auf umwelt- und sozialverträgliche Produkte im Bank- und Versicherungswesen. „Jede Woche bringen Versicherer, Banken und Investmentgesellschaften neue nachhaltige Produkte heraus“, erklärt Stefanie Hüthig, Teamleiterin Finanzdienstleistungszeitschriften bei Springer Gabler: Dadurch könnten Kunden und ihre Berater aber auch leicht den Überblick verlieren. Der sogenannte „Sustainable Award in Finance“ soll bei der Orientierung helfen, so Hüthig. So verleihen das Analysehaus Morgen & Morgen für die Versicherungsbranche und die Zeitschriften „Bankmagazin“ und „Versicherungsmagazin“ des Springer-Verlags in diesem Jahr erstmals den Nachhaltigkeitspreis für Finanzprodukte.
Drei Bedingungen für die Teilnahme
Die Jury des Wettbewerbs zeichnet nachhaltige Finanzprodukte und Versicherungen aus, dabei basiert die Prämierung auf den Nachhaltigkeitszielen der UN, die 2015 offiziell festgelegt wurden (Sustainable Development Goals, kurz SDG). Drei Bedingungen müssen laut Ankündigung erfüllt sein, damit ein Produkt an dem Wettbewerb teilnehmen darf: das Finanzprodukt muss zu mindestens einem SDG wesentlich beitragen; es darf kein anderes SDG beeinträchtigen; und, besonders wichtig für die Verbraucher, das Produkt muss umsetzen, was es verspricht. Die Frist für Bewerbungen endet am 14. August 2020, die Preisverleihung erfolgt Ende November in Frankfurt am Main.