Die innovativen Leistungen der Challenger-Banken kommen bei vielen Verbrauchern weltweit gut an, wie eine japanische Studie jetzt ermittelt hat. Mehr als ein Drittel der Befragten plant eine Kontoeröffnung bei einer Neo-Bank in den nächsten 12 Monaten.
Großes Wachstumspotenzial
Im europäischen Vergleich zeigen sich die deutschen Verbraucher besonders interessiert an neuen Angeboten.
Challenger-Banken bieten ihren Kunden neue Services und fordern die klassischen Bankinstitute mit Technologie-gestützten Modellen heraus. Weltweit nehmen Kunden die innovative Kraft von Fintechs positiv wahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des japanischen Technologiekonzerns Fujitsu in Zusammenarbeit mit Censuswide, bei der weltweit 22.640 Verbraucher befragt wurden. So glauben 53 Prozent der Befragten, dass eine positive Erfahrung mit den digitalen Angeboten und Prozessen der Bank entscheidend für den Erfolg sei. 30 Prozent der Studienteilnehmer, also etwa ein Drittel, planen eine Kontoeröffnung innerhalb der nächsten 6-12 Monate bei einer Bank mit guten digitalen Services. Immerhin 28 Prozent wollen einen Wechsel innerhalb der nächsten fünf Jahre angehen, falls die klassischen Banken bis dahin keine vergleichbaren digitalen Leistungen bieten.
Neo-Banken sind auf dem Vormarsch
Die Fujitsu-Studie ergab auch, dass die deutschen Verbraucher im europäischen Vergleich überdurchschnittlich an neuen Angeboten interessiert sind. Um zu einer Challenger-Bank zu wechseln, müsste diese vor allem weltweit akzeptierte Karten bieten, sagen 40 Prozent der Deutschen. 26 Prozent erwarten attraktive Zinsen, 24 Prozent höhere Sicherheitsstandards. Weltweit erledigen bereits 14 Prozent der Bankkunden alle Bankgeschäfte über eine Challenger-Bank, ein Viertel der Befragten kombiniert neue und klassische Bankinstitute. Rund die Hälfte der Studienteilnehmer sagt aus, dass Banking heute besser funktioniere als noch vor fünf Jahren. 48 Prozent halten Mobile Banking für die wichtigste neue Technologie, 41 Prozent die biometrische Authentifizierung.
Die Studie zeige, dass sich die An- und Absichten der Verbraucher in den letzten fünf Jahren aufgrund digitaler Technologien entscheidend verändert hätten, kommentiert Wilhelm Petersmann, Leiter der Financial Services bei Fujitsu für den D-A-CH-Raum die Ergebnisse: „Damit die etablierten Banken ihren Status halten können, müssen sie das Verbrauchererlebnis stärker in den Mittelpunkt stellen. Ganz neue technische Entwicklungen können den Banken dabei helfen, ihren Kunden ein Nutzererlebnis zu bieten, das digitale und persönliche Elemente vereint“, so Petersmann.