Trotz Mini-Zinssätzen und drohender Negativzinsen setzen die deutschen Sparer weiter auf konservative Geldanlageformen. Das geht aus einer aktuellen BaFin-Umfrage hervor. Besonders beliebt sind Wohneigentum und Gold.
Deutschland spart konservativ
BaFin-Umfrage: Deutsche Sparer halten Gold für sicherer als Aktien
Auch in Zeiten von Minimal-Zinsen legen deutsche Sparer ihr Geld überwiegend konservativ an, das ergab eine Online-Umfrage der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). So sind die am weitesten verbreiteten Formen der Geldanlage kaum verzinste Sparbücher und Tagesgeldkonten. Vier von zehn Verbrauchern haben außerdem größere Geldbeträge auf ihrem Girokonto. Die Befragten begründeten ihr Vorgehen mit der schnellen Verfügbarkeit des Geldes und der Gewohnheit.
Wohneigentum und Gold
77 Prozent der Teilnehmer der BaFin-Umfrage sagten aus, dass Wohneigentum eine sehr geeignete Geldanlage bei Niedrigzinsen sei. 55 Prozent halten auch Goldbarren und -münzen für sehr geeignet zum Sparen. Fast zwei Drittel der Befragten sind außerdem der Meinung, dass Gold eine sichere und krisenfeste Anlageform sei. Dagegen ist das Misstrauen gegenüber Aktien groß: die Mehrheit der Befragten kann sich nicht vorstellen, bei künftigen Geldanlagen ein höheres Risiko einzugehen, um eine positive Rendite zu erzielen. 66 Prozent der Verbraucher, die keine Wertpapiere besitzen, würden selbst bei Negativzinsen nicht in Aktien investieren. Stattdessen achten die Bankkunden jetzt verstärkt auf Kosten, Gebühren und Provisionen: 42 Prozent der Verbraucher behält sich vor, die Bank zu wechseln, sollte diese negative Zinsen einführen.