Das Berliner Fintech Trade Republic steigt zur Vollbank auf und erweitert seine Lizenzen. Die weiteren Lizenzen ermöglichen neue Produkte rund um den Vermögensaufbau. Zudem wird ein Prüfungsausschuss gegründet.
Vollbanklizenz der EZB für Trade Republic
Quelle: Trade Republic / Screenshot: mobilebanking.de
Kurz vor dem fünften Geburtstag hat Trade Republic die Vollbanklizenz von der Europäischen Zentralbank (EZB) erhalten. Die damit verbundenen zusätzlichen Lizenzen erlauben es der großen Anlageplattform das Produktangebot rund um die Themen Anlegen und Sparen künftig stark auszubauen. Zudem wird die Unternehmensführung laut Trade Republic um einen erfahrenen Prüfungsausschuss erweitert.
"Mit dem Erhalt der Vollbanklizenz öffnet sich ein neues Kapitel in der bisherigen Entwicklung von Trade Republic", sagt Christian Hecker, Mitgründer von Trade Republic. "Unsere Kunden stehen größtenteils noch am Anfang ihres finanziellen Lebens. Mit der Vollbanklizenz werden wir sie über die nächsten Jahrzehnte auf ihrem Weg begleiten. Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir weiter stark wachsen und eines der wichtigsten Finanzinstitute Europas aufbauen."
Vom Fintech zur Vollbank in fünf Jahren
Knapp fünf Jahre nach Marktstart kann Trade Republic mit der Vollbanklizenz nun alle wesentlichen Bankdienstleistungen inklusive des Einlagen- und Kreditgeschäftes erbringen und erfüllt die strengen gesetzlichen Anforderungen der EZB und BaFin, die an eine solche Lizenz geknüpft sind.
Mit der Weitergabe der Zinsen von zuletzt 4 Prozent, der Öffnung des Anleihenhandels für Privatanleger und der neuen App, hat Trade Republic 2023 sein Angebot stark weiterentwickelt. "Durch die neuen Produkte konnten wir 2023 unsere Marktanteile in Deutschland und international erheblich ausbauen. Mit dem Erhalt der Vollbanklizenz gehen wir diesen Weg konsequent weiter. Der Fokus bleibt dabei unverändert auf dem einfachen, sicheren und günstigen Aufbau von Vermögen", fügt Christian Hecker hinzu.
Neuer Prüfungsausschuss
Im Zuge des Erhalts der Vollbanklizenz verstärkt sich Trade Republic im Bereich der Corporate Governance und beruft einen erfahrenen Prüfungsausschuss. Das Gremium setzt sich, vorbehaltlich der Zustimmung der BaFin, aus Ute Gerbaulet, CFO der Dr. August Oetker KG und vormals persönlich haftende Gesellschafterin des Bankhaus Lampe, Christiana Riley, Regional Head Nord Amerika bei Santander und ehemalige Vorständin der Deutschen Bank, sowie Andreas Willius, dem ehemaligen Geschäftsführer von Trade Republic sowie zuvor Vorstand der Börse Stuttgart, zusammen.
"Der Erhalt der Vollbanklizenz ist ein Gütesiegel für unsere Kunden. Dass wir nun den nächsten Schritt gehen, spiegelt sich auch in unserer künftigen Corporate Governance Struktur wider. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit diesem erfahrenen Prüfungsausschuss", sagt Andreas Torner, Geschäftsführer von Trade Republic.