Mehr Downloads, mehr registrierte Nutzer und eine längere Verweildauer – Finanz- und Banking-Apps erleben weltweit einen Boom. Die positive Entwicklung hatte sich bereits 2019 angebahnt und nahm dann mit der Coronakrise stark an Fahrt auf, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Registrierungen legen um 71 Prozent zu
Im ersten Quartal 2020 war die Nachfrage nach Finanz- und Banking-Apps enorm.
Für Finanz- und Banking-Apps war 2019 ein gutes Jahr. Aufgrund der Coronakrise könnte 2020 noch besser werden, prognostizieren Marktanalysten. Wie aus einem aktuellen Bericht des Mobile-Analytics-Dienstes App Annie und dem Marketer Liftoff hervorgeht, gab es im vergangenen Jahr einen Zuwachs bei den Registrierungen für Finanz-Apps um 71 Prozent. „In den USA verzeichneten wir vom 29. Dezember 2019 bis zur Spitzenwoche um den 15. März 2020 insgesamt 35 Prozent mehr Zeit für Finanz-Apps“, erklärte ein Sprecher von Liftoff gegenüber dem Forbes-Magazin: In Japan und Südkorea sei der Zeitaufwand für Finanz-Apps im gleichen Zeitraum sogar um phänomenale 85 Prozent gestiegen. Das ist wenig verwunderlich, denn wer zuhause in Quarantäne festsitzt, benötigt digitale Lösungen für die Erledigung seiner Finanzgeschäfte.
BestSign App der Postbank geht durch die Decke
So konnte Google Pay seine Download-Zahlen laut Report weltweit deutlich steigern, die größten Zuwächse gab es dabei in Russland und Frankreich. In Deutschland verzeichnet die BestSign App der Postbank einen sprunghaften Anstieg der Downloads. In Indien dominiert Tex, in den USA profitieren Cash App, Zelle und Venmo von dem Boom bei den Finanz-Apps. Auf dem kanadischen Markt befinden sich PC Financial, Scotiabank und Credit Karma im Aufwind. In China heißen die Gewinner China Individual Income Tax und JD Finance.