Der deutsche FinTech-Markt wuchs im vergangenen Jahr kräftig an – Tendenz weiterhin steigend. Das geht aus einer aktuellen Studie des Unternehmens EY hervor.
Markt wächst weiter – aber langsamer

Der deutsche FinTech-Markt wird größer und größer. Bis einschließlich September 2018 konnten deutsche FinTech-Unternehmen insgesamt 477 Millionen Euro generieren. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „Germany FinTech Landscape: FinTech beyond borders – cross-border FinTech-activity“ von EY. Das Unternehmen fand aber auch heraus, dass das Wachstum auf dem FinTech-Markt zwar anhalte, aber im Vergleich zu den Jahren 2016 und 2017 abgenommen habe.
Diese Ergebnisse stimmen mit denen der BTC-ECHO-Studie überein. Daraus ging hervor, dass die Unternehmensgründung im Blockchain-Bereich im Jahr 2017 ihren bisherigen Boom erlebt hatte. In Deutschland gründeten sich zu der Hochzeit der Bitcoin-Phase insgesamt 34 Blockchain-Unternehmen.
Big Player haben mehr Erfahrung am Markt
Aus der EY-Studie geht ebenfalls hervor, dass nicht alle dieser Gründungen erfolgreich waren. Zwischen 2016 und 2018 mussten insgesamt zwölf Unternehmen ihren Betrieb wieder aufgeben. Zehn von ihnen mussten sogar Insolvenz anmelden. Der Großteil der gescheiteten Fin-Tech-Starups wollte Lösungen im Bereich Business-to-Customer anbieten.
Sie planten also in jene Bereiche vorzudringen, wo Unternehmen mit Kunden kommunizieren und bei denen es bereits etablierte große Player gibt. Großunternehmen wie Banken reagierten laut Studie auf das Auftauchen zahlreicher Startups mit dem Start eigener Projekte.
Die Top-Performer 2018
In der EY-Studie wird auch ein Ranking der erfolgreichsten Unternehmen in Finanzierungsfragen aufgelistet. Zu ihnen zählen:
- N26 – 130 Millionen Euro
- Deposit Solutions – 88 Millionen Euro
- solarisBank – 57 Millionen Euro
- smava – 55 Millionen Euro
- Liqis – 33 Millionen Euro