Der ehemalige Digitalchef der Deutschen Bank, Markus Pertlwieser übernimmt den Chefposten bei der Berliner Business-Bank Penta. Pertlwieser sieht nach eigenen Angaben großes Potenzial im Bereich der digitalen Geschäftskonten.
Penta hat wieder einen Chef
Quelle: Penta
Das Berliner Geschäftskonto-Startup Penta hat einen neuen Chef: Dr. Markus Pertlwieser, vormals Digitalchef der Deutschen Bank, wechselt zur Neobank Penta, wie jetzt bekannt wurde. Pertlwieser hatte bei der Deutschen Bank große Digitalprojekte wie den Einlagen-Marktplatz „Zinsmarkt“, den Robo-Advisor „Robin“ und die Bonusprogramm-App Yunar mit aufgebaut. Yunar fiel allerdings dem Sparkurs der Deutschen Bank zum Opfer und wurde am 31. Oktober 2020 eingestellt.
Der Finleap-Sproß Penta hat sich auf Business-Konten für kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert. Damit steht Penta in Konkurrenz zu Mitbewerbern wie Holvi, Kontist oder Fyrst, dem Digitalangebot vom Pertlwiesers ehemaligen Arbeitgeber, der Deutschen Bank. Die Smartphone-Bank wurde 2016 gegründet und hat mittlerweile rund 25.000 Kunden. Wie der neue Penta-Chef gegenüber dem Handelsblatt erklärte, sehe er im Business-Banking-Bereich besonderes Potenzial für junge Fintechs: Zwar gebe es Wettbewerb, doch es fehlten die Platzhirsche, weil weder die großen US-Technologiefirmen noch etablierte Großbanken ihren Fokus darauf gerichtet hätten.
Pertlwieser folgt auf Wenthin
Pertlwieser folgt auf den Penta-CEO Marko Wenthin, der die Leitung der Business-Bank Mitte 2019 übernommen hatte. Innerhalb eines Jahres gelang es Wenthin, aus dem kleinen Startup ein Fintech mit einer gehobenen zweistelligen Millionenbewertung zu machen: Im März 2020 kam Penta nach ihrer Finanzierungsrunde auf eine Bewertung von 65 Millionen Euro. Im Sommer 2020 dann der Schock, Wenhin musste den Penta-Chefposten krankheitsbedingt aufgeben. Bereits 2018 hatte Wenthin seinen Job als Vorstand der Solarisbank aufgeben müssen, damals ebenfalls aufgrund einer Krankheit.