Während der Coronakrise nutzen Verbraucher zunehmend digitale Zahlungen über mobile Geldbeutel. Weltweit steigt die Nutzung in diesem Jahr um 29 Prozent gegenüber 2017, wie eine aktuelle Marktanalyse zeigt.
Zuwachs von 29 Prozent in 2020
Zahlungen über mobile wallets (mobile Geldbeutel) sind populärer denn je.
Digital Wallets, also digitale Geldbeutel haben in der Coronakrise einen Schub bekommen: immer mehr Verbraucher nutzen die Anwendungen, um bargeldlos zu bezahlen. Aktuelle Zahlen von Statista und BuyShares belegen den Trend zur digital Wallet. So ermittelten die Marktforscher einen Zuwachs von 29 Prozent im Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 2017. Waren es vor drei Jahren noch rund 824 Millionen Menschen weltweit, die einen digitalen Geldbeutel nutzen, wird der Wert in diesem Jahr voraussichtlich auf über 1,17 Milliarden anwachsen. Die Vorteile einer digitalen Wallet liegen auf der Hand und kommen gerade während der Corona-Pandemie zum Tragen: das Mitführen von Bargeld wird überflüssig, Verbraucher sparen sich als das Berühren von Geldscheinen und Münzen sowie die Bedienung von Bankautomaten. Zugleich sinkt auch das Risiko von Verlust oder Diebstahl des Geldbeutels.
Junge Zielgruppen dominieren
Wie die Umfrage von Statista und BuyShares weiter ergab, hatte der globale Markt für digital Wallets 2017 einen Wert von 405 Milliarden US-Dollar. Für das Jahr 2020 wird jetzt ein Wert von 1,47 Billionen Dollar prognostiziert, das sind 47 Billionen mehr als noch vor der Coronakrise. Marktanalysten erwarten zudem, dass sich dieser Betrag in den kommenden vier Jahren verdoppeln wird auf 4,1 Billionen US-Dollar im Jahr 2024.
Die wichtigsten Nutzergruppen für digitale Brieftaschen sind die Mitglieder der Generation Z (Jahrgänge nach 2000) sowie die Millennials (Jahrgänge von 1980-1999), sie machen 25 Prozent bzw. 37 Prozent aller Nutzer aus. Die führenden Länder beim mobilen Bezahlen sind laut Statista/BuyShares China (das etwa die Hälfte des Marktes abdeckt), die USA, Großbritannien und Brasilien.