Wo liegt das Vermögen der Deutschen? Laut einer Yougov-Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Check24 auf dem Girokonto – und zwar mit großem Abstand.
Die Deutschen verstehen nichts vom Geldanlegen
Eine Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Check24 zeichnet ein erschütterndes Bild deutscher Anlagekultur.
Der Deutsche ist nicht der große Anleger. Das bestätigt eine Aktuelle Yougov-Studie, die im Auftrag von Check24 durchgeführt wurde. Demnach gaben 43 Prozent der 2.063 Befragten an, ihr Geld oder Vermögen aktuell auf dem Girokonto zu parken. Fragwürdig ist hier vor allem, dass viele der Befragten das Girokonto überhaupt als Anlegeform sehen – bei Nullzinsen oder Negativzinsen. Das Girokonto ist streng genommen eine reine Dienstleistung, mit der schnell und unkompliziert Geld transferiert werden kann.
Auf dem zweiten Platz der Anlegeformen folgt mit reichlich Abstand (29 Prozent) die Antwort: „Ich lege derzeit kein Geld/Vermögen an“. Solch eine Antwort gibt es wahrscheinlich nur in Deutschland. Es kommt aber noch besser: 19 Prozent der Befragten sehen das Horten von Bargeld als Anlegestrategie. 10 Prozent haben keine Ahnung oder haben keine Angabe zu ihrer aktuellen Anlageform gemacht.
Die aktuellen Anlageformen der Deutschen im Überblick
- Girokonto: 43 Prozent
- Nichts davon („Ich lege derzeit kein Geld/Vermögen an“): 29 Prozent
- Tagesgeld/Festgeld: 24 Prozent
- Bargeld: 19 Prozent
- Aktien/ETFs: 19 Prozent
- Auf eine andere Art: 11 Prozent
- Weiß nicht/keine Angabe: 10 Prozent
- (Staats-)Anleihen: 3 Prozent