Laut einem Medienbericht arbeitet die Deutsche Bank bereits an einem Pilotprojekt, das im Bereich der Krypto-Services angesiedelt ist. Dabei handelt es sich offenbar um eine Depot-Plattform für digitale Vermögenswerte. Weitere Krypto-Angebote sind geplant.
Pilotprojekt im Krypto-Segment
Deutschlands größte Bank, die Deutsche Bank, hat offenbar Pläne, künftig auch im Verwahrgeschäft für Kryptowährungen aktiv zu werden. - Quelle: Shutterstock.com
Plant die Deutsche Bank, künftig im Verwahrgeschäft für Kryptowährungen aktiv zu werden? Davon geht zumindest das Online-Magazin finanzen.net aus und verweist auf den Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) vom Dezember 2020 mit dem Titel „Crypto, What it is good for: An Overview of Cryptocurrency Use Cases“. Offenbar arbeitet man bei der Deutschen Bank an einem Pilotprojekt, genauer gesagt an einer Depot-Plattform für institutionelle Kunden und deren digitale Vermögenswerte. In dem Bericht zu den Zielen der deutschen Bank heißt es, diese Plattform solle eine nahtlose Verbindung zum breiten Ökosystem der Kryptowährungen bieten.
Außerdem plane das größte deutsche Finanzinstitut die Einführung einer Handels- und Ausgabeplattform für Kryptowährungen, die als Verbindungsglied zwischen digitalen Assets und traditionellen Bankdienstleistungen fungieren soll. Ziel sei dabei, Krypto-Assets und Fiatgeldbestände gleichermaßen in einem benutzerfreundlichen System zu verwalten.
Darüber hinaus sollen eine Hot/Cold Storage Lösung in institutioneller Qualität mit versicherungsähnlichem Schutz angeboten werden, um die Sicherheit und den Kundenzugang zu den Vermögenswerten zu gewährleisten.
Pläne schrittweise verwirklichen
Laut WEF-Report will die Deutsche Bank wohl nicht alle Krypto-Projekte gleichzeitig launchen, sondern schrittweise vorgehen. Im ersten Schritt soll eine Verwahrfunktion für digitale Vermögenswerte an den Start gehen. Als Zielgruppe werden hier Kunden wie Vermögensverwalter, Family Offices, Aktiengesellschaften und digitale Fonds anvisiert. Im nächsten Schritt sollen Kunden dann die Möglichkeit erhalten, digitale Assets zu kaufen und zu verkaufen. Dabei könnte die Deutsche Bank Partnerschaften etwa mit Krypto-Börsen eingehen.
Auf lange Sicht könnten auch weitere Dienstleistungen auf Krypto-Basis möglich sein, unter anderem nennt die Bank Steuerbuchhaltung oder Kreditvergabe. Auch gegenüber der Einbindung von Drittanbietern im Rahmen einer Open-Banking-Plattform scheint das Finanzinstitut nicht abgeneigt.