Sichere Internetverbindung nutzen

Wer Bankgeschäfte über das Internet abwickelt, sollte besonders auf die Sicherheit achten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Finanzgeschäfte am heimischen PC (Online Banking) oder eben mittels einer App vom Smartphone oder Tablet aus (Mobile Banking) durchführt.
Zwar wird die Übertragung der Daten mithilfe des HTTPS-Protokolls beziehungsweise mit SSL gesichert. Dennoch sollte man davon absehen, seine Bankgeschäfte über ein offenes WLAN zu tätigen. Besser sind ein gesichertes, sprich verschlüsseltes, WLAN beziehungswiese das Mobilfunknetz.
Offizielle Bank-App nutzen
Für das Mobile Banking sollte man sich die offizielle und autorisierte App seiner Bank herunterladen – und zwar im offiziellen App Store des jeweiligen Betriebssystems. Wer ein Android-Gerät nutzt, geht also über den Google Play Store. Für Apples iPhone und iPad steht der Apple App Store zur Verfügung.
Virenschutz-App herunterladen
Ein Virenschutz für Smartphone oder Tablet ist immer sinnvoll. Das gilt insbesondere dann, wenn man über die mobilen Geräte seine Bankgeschäfte abwickelt. Virenschutz-Apps scannen die Geräte nach Malware und halten Spyware und Trojanische Pferde, die Bankdaten ausspähen können, vom Gerät fern. Aber: Auch hier sollte man sich an bekannte Hersteller halten, da es unter den Virenschutz-Apps ebenfalls schwarze Schafe gibt.
Bedenkenlos sind unter anderem die Apps von:
- AVL
- Free Antivirus and Security
- G Data Internet Security
- Bitdefender Mobile Security
- Kaspersky Internet Security
- Sophos Free Antivirus and Security
- Norton Mobile Security
Updates
Updates aller Apps und vom Gerät selber sollten regelmäßig durchgeführt werden. Damit beugt man Sicherheitslücken vor, die bereits geschlossen wurden. Somit können diese Schlupflöscher schon einmal nicht von Malware und Viren genutzt werden, die oftmals auf diese Schwächen im System abzielen.
Phishing-Mails und MMS
Es gilt: Niemals auf den Link oder den Anhang einer E-Mail, MMS, Facebook-Nachricht etc. klicken, in denen dazu aufgefordert wird, Kontodaten oder andere sensible Daten abzugleichen! Auch dann nicht, wenn die Nachricht täuschend echt wirkt. Solche E-Mails sind Phishing-Versuche. Eine Bank wird ihre Kunden niemals per E-Mail dazu auffordern, vertrauliche Daten wie PIN oder TAN irgendwo anzugeben. Wer sich unsicher ist, ob die Mail echt ist oder nicht, sollte direkt bei der Bank nachfragen.
Auch dubiose oder von einem unbekannten Absender verschickte MMS sollten nicht geöffnet werden. Über MMS können Programme versendet werden, die einen Schadcode enthalten, wodurch sich wiederum ein Trojaner auf dem Smartphone ausbreiten und Daten ausspionieren kann. Solche MMS immer löschen!
Das richtige TAN-Verfahren wählen
Die Nutzung einer TAN bei Überweisungen erhöht die Sicherheit mobiler Bankgeschäfte. Generell gilt, dass die Überweisung und das TAN-Verfahren nie über dasselbe Gerät getätigt werden sollte. Wer am Laptop oder Tablet eine Überweisung tätigt, kann sich die TAN per SMS auf das Smartphone schicken lassen. Wer jedoch das Smartphone für Bankgeschäfte nutzt, sollte lieber auf das TAN-Chip-Verfahren setzen. Dabei handelt es sich um eine Homebanking-Software, die Homebanking nach dem HBCI-Standard bietet. Genutzt wird dabei eine Chipkarte sowie ein dazugehöriges Lesegerät.
Überblick und Achtsamkeit
Die eigene Achtsamkeit ist immer wichtig. So sollte man regelmäßig die Bewegungen auf seinem Konto überprüfen. Wenn einem etwas unschlüssig erscheint, sollte man sofort die Bank kontaktieren. Zudem ist es ratsam, ein Limit für tägliche Geldbewegungen beim Online Banking und Mobile Banking festzulegen.
Ebenfalls wichtig: Man sollte die Internetadresse der eigenen Bank bei jedem Aufruf erneut über das Tastenfeld oder den Touchscreen eingeben. Alternativ kann man diese auch über die Favoriten oder Bookmarks anwählen.